Über uns / Einrichtungen

 
Was drauf steht, muss auch drin sein...
Die Publicity "der Kirche" ist nicht gerade gut.
"Sie" tut scheinbar alles, um der Kritik Nahrung zu geben.  
Christen müssen sich oftmals im Freundeskreis oder unter Kollegen  rechtfertigen,
wenn sie sagen, dass sie der katholischen Kirche zugehörig sind.
 
 

•Wer ist Kirche?
•Warum bin ich in dieser Kirche? 
•Warum bleibe ich dabei? 
 
Wenn ich mir vorstelle, ich würde aus der Kirche austreten, dann spüre ich, dass ich einen Teil meiner Identität verlieren würde. Ich bin katholisch, von Klein auf. Es ist ein bisschen so, wie mit meiner Muttersprache. Selbst, wenn ich sie nicht mehr spräche, so gehörte sie doch zu mir und prägte mein Wesen.  
Meine Einstellung zu den Menschen, zum Leben und zum Tod sind von meinem Glauben geprägt. 
 Ich habe viel Gutes in dieser Gemeinschaft erfahren. Wenn mir das Personal, die Struktur in den oberen Etagen, oder in manchen Stellen nicht passt, ist mir dann geholfen, wenn ich einfach den Rücken kehre, alles über Bord werfe?
Oder ist es nicht viel mehr so, dass mir immer noch die Möglichkeit bleibt, sie umzugestalten.
In unserer Seelsorgeeinheit haben wir schon viel bewegt und auf die Beine gestellt.
Ich schließe mich einem guten Argument an:
Wenn ich darauf warte, dass sich die Kirche so ändert, dass sie mir zum Paradies wird, werde ich umsonst warten und jeden Tag unzufriedener werden. Das bedeutet nicht, dass ich diejenigen in der Kirchenleitung, die sich in den letzten Jahrzehnten schuldig gemacht haben, aus der Verantwortung lassen möchte. Das ganz sicher nicht. Ich erwarte von einem Bischof, der sich der Wahrheit verpflichtet hat, dass er sich zu seinen Lügen bekennt. Ich erwarte von jedem, der in die Vertuschung eines Missbrauchsfalles verwickelt ist, dies zuzugeben und alles dafür tut, dass den Opfern Gerechtigkeit zukommt. Ich nehme zufrieden wahr, dass das kirchliche Arbeitsrecht verändert wurde und  Menschen, die für die katholische Kirche arbeiten, nicht mehr länger aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder ihres Lebensstandes unter Druck gesetzt werden.  Ich möchte diese Kirche nicht den Tätern und den Radikalen überlassen.
Man mag gerade den Eindruck bekommen, als wären die Kirche voller Missbrauchstäter, Lügner, Vertuscher, Systemuntergebener. Aber das ist nicht der Fall. Egal, mit wem ich ich in letzter Zeit gesprochen habe, alle waren genau wie ich an Veränderungen interessiert. Wer einen gesunden Menschenverstand und das Herz auf dem rechten Fleck hat, spürt, dass einiges in diesem System krankt, und Doppelmoral an vielen Stellen zu finden ist, dass es sich weit von der Kirche Jesu Christi entfernt hat. Fehler begeht jeder Mensch. Wenn er sie zugibt, eröffnet dies Verzeihung und einen Neuanfang.
Was ich hier erlebe?
Pfarrgemeinderat, Gemeindeteams und Seelsorgeteam haben sich verpflichtet, einen Raum zu schaffen, in dem sich Kinder wie Erwachsene sicher fühlen können. Unser Leitbild bindet sich an das Evangelium von der Begegnung der Emmausjünger mit Jesus. Wir sind gemeinsam auf dem Weg, teilen unsere Erfahrungen,  hören auf das Wort Gottes, feiern Gemeinschaft und geben Zeugnis von unserem Glauben. Wir wollen leben, was wir von der Botschaft Jesu verstanden haben. 

für das Seelsorgeteam, ihre Claudia Beger
 
 
Leitung der Seelsorgeeinheit