Das Skapulierfest wird in der Gemeinde Bretzingen jährlich mit einem Festgottesdienst beganngen. Es ist ein katholisches Fest, das zu Ehren der Heiligen Maria vom Berge Karmel gefeiert wird. Es erinnert an die Ursprünge des Karmelitenordens auf dem Berg Karmel. Weitere Informationen finden Sie im Text zum Skapulierfest von 2018.
Skapulierfest

150. Skapulierfest am 7. Juli 2018 in Bretzingen:
Kirchenchor gestaltet Festgottesdienst / Festprediger ist Dr. Peter Wolf
Ein Zeichen tiefer Marienverehrung
Bretzingen. Die Pfarrgemeinde St. Sebastian und Vitus in Bretzingen feiert heuer ein ganz besonderes Jubiläum: Zum 150. Mal wird am Samstag das Skapulierfest gefeiert. Dieser Gedenktag hat seinen Ursprung in der speziellen Form der Marienverehrung innerhalb des Karmeliterordens.
Daher rührt auch die Bedeutung des Fests, das sich als Pflege des Gedenktags „zu Ehren unsere liebe Frau auf dem Berge Karmel“ versteht. Ein besonderes Merkmal des Karmeliterordens ist mit dem Skapulier ein über dem Ordenskleid getragenes Tuch, mit dem die Träger optisch zum Ausdruck bringen, der Gottesmutter zu huldigen. Als eigentlicher Gedenktag gilt der 16. Juli, der als Solcher auf das 14. Jahrhundert zurückgeht und seinerzeit durch Papst Benedikt XIII. 1726 auf die ganze Kirche ausgedehnt wurde.
In Bretzingen wird das Skapulierfest seit 1868 begangen; ihren Grund findet die Feier in der Gründungs- und Einverleibungsschrift, die auf den 4. Dezember 1867 datiert. Nach den Aufzeichnungen im von Pfarrverweser Johann Schell edierten Skapulierbruderschaftsbuch wurden beim ersten Skapulierfest insgesamt 204 Personen in die Skapulierbruderschaft aufgenommen, die längst nicht nur aus dem Hardheimer Ortsteil, sondern auch aus Hardheim, Erfeld, Gerichtstetten, Rüdental, Schweinberg, Höpfingen, Waldstetten, Walldürn, Altheim, Pülfringen, Gissigheim, Weikerstetten, Heckfeld oder Riedern stammten. Zur Aufnahme wurde den Neumitgliedern das aus zwei viereckigen Tuchstücken bestehende Skapulier umgehängt.
Am 19. Juli 1868 schließlich begann diese besondere Tradition der Marienverehrung, deren erste Festpredigt von Pfarrer Jakob Prailes gehalten wurde. Seitdem wurde das Skapulierfest jährlich gefeiert und galt bis etwa in die 1970er-Jahre als absoluter Höhepunkt des kirchlichen Lebens vor Ort. Nachdem in der Regel ein Pater des Würzburger Karmeliterordens die Predigt hielt, schloss sich dem Gottesdienst eine festliche Prozession durch Bretzingen an, ehe in der nachmittäglichen Bruderschaftsandacht Neumitglieder aufgenommen wurden. Dazu gehörten grundsätzlich auch die Erstkommunikanten eines jeden Jahrgangs. In diesem Zuge wurde auch das inzwischen im Hardheimer Pfarrhaus eingelagerte Skapulierbruderschaftsbuch bis ins Jahr 1989 immer weiter ergänzt; es verzeichnet 5776 Mitglieder.
Seit der 950-Jahr-Feier Hardheims im Jahr 2000 erlebt das Skapulierfest eine Renaissance. Seinerzeit wurde es am 16. Juli 2000 mit Monsignore Dr. Peter Wolf und Diakon Franz Greulich gefeiert. Das 140-jährige Bestehen wurde im Juli 2008 gefeiert; als besonders tiefgehend erwies sich zudem die Festpredigt bei der 146. Feier im Jahr 2014. Monsignore Dr. Peter Wolf bezeichnete das Skapulier als „beschützendes Symbol dafür, dass mit dem Namen der Gottesmutter ein Segen und Wohlergehen verknüpft werden“. Auch am Samstag wird er zum 150-jährigen Bestehen die Festpredigt halten.
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Info-Kasten:
Der Festgottesdienst zum Skapulierfest, mitgestaltet vom Kirchenchor, beginnt am Samstag, 7. Juli 2018 um 18.30 Uhr. Festprediger ist Monsignore Dr. Peter Wolf, die Kollekte ist für die Kirchenrenovation bestimmt. Der Bretzinger Kirchenchor wird die unter Chorleiter Elmar Frank eigens hierfür einstudierte „Missa Previs in C“ von Wolfgang Amadeus Mozart (Orgel-Solomesse mit vier Solisten und Streichern) präsentieren.
Der Festgottesdienst zum Skapulierfest, mitgestaltet vom Kirchenchor, beginnt am Samstag, 7. Juli 2018 um 18.30 Uhr. Festprediger ist Monsignore Dr. Peter Wolf, die Kollekte ist für die Kirchenrenovation bestimmt. Der Bretzinger Kirchenchor wird die unter Chorleiter Elmar Frank eigens hierfür einstudierte „Missa Previs in C“ von Wolfgang Amadeus Mozart (Orgel-Solomesse mit vier Solisten und Streichern) präsentieren.
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Zur Person: Monsignore Dr. Peter Wolf.
Msgr. Dr. Peter Wolf, Jahrgang 1947, ist Priester der Erzdiözese Freiburg seit 1973 und war viele Jahre im Einsatz für geistliche Berufe und in der Priesterausbildung der Erzdiözese. Danach leitete er ab 1993 über24 Jahre das päpstlich anerkannte Säkularinstitut der Diözesanpriester in der weltweiten Schönstatt-Bewegung. Seit 2017 ist er im Auftrag des Erzbischofs Geistlicher Leiter des Schönstatt-Zentrums der Erzdiözese Freiburg Marienfried in Oberkirch. Mit Bretzingen ist er seit der Schulzeit im Konvikt von Tauberbischofsheim verbunden.
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