Zu einer beeindruckenden „Geburtstagsfeier“ lud die Seelsorgeeinheit Hardheim-Höpfingen im, insbesondere das Gemeindeteam Gerichtstetten zusammen mit Gemeindereferentin Claudia Beger, am Pfingstsonntag nach Gerichtstetten ein. Seit nunmehr 250 Jahre steht die Pfarrkirche St. Burkardus in der Ortsmitte und prägt mit ihrer imposanten Erscheinung das Ortsbild. Und auch für die Kirchengemeinde hat sie nach zweieinhalb Jahrhunderten nichts von ihrer Anziehungskraft und Bedeutung verloren. Zahlreiche Besucher ließen sich auch von anfangs widrigen Wetterbdingen nicht abhalten, auf den Gerichtstetter Dorfplatz zu kommen, um gemeinsam mit Pfarrer Dieter Heck einen festlichen Open-Air-Gottesdienst zu feiern. Entsprechend dem Wetterbericht vom Vortag hatten mehrere Helfer mit dem Gemeindeteam ein schützendes Zelt aufgebaut und auch die wasserdichten Sonnenschirme sorgten für ein trockenes Plätzchen.
Pfarrer Heck fand passende Worte für diesen Festtag, wie auch Gemeindereferentin Claudia Beger, die mit einer kleinen Gruppe aus den Reihen des Gemeindeteams den festlichen Gottesdienst zusammengestellt hatte. Eine kleine Gruppe aus dem ehemaligen Singkreis, gemeinsam mit Alexander Ritt unterstützte den Gemeindegesang. Passend zum Pfingstfest bezogen sich viele Gedanken und Worte auf das Wirken des Heiligen Geistes, der damals wie heute die Menschen wachrütteln soll, um festgefahrenes ins Wanken zu bringen und Türen zu öffnen, die dem Verstand verschlossen erscheinen. In ihrer Predigt ging Beger auf die vielen Veränderungen der vergangenen 250 Jahre ein. Doch damals wie heute passiert erst etwas, wo der Heilige Geist die Menschen wachrüttelt. Es entsteht eine Lebendigkeit und Vielfalt, welche die Kirche und die Kirchengemeinde mit Leben füllen. Viele Menschen und Gruppen bringen sich mit ihren Gaben ein und bauen auf einem soliden Fundament des Glaubens ihre Kirche auf. Diese brachten symbolisch einen „Baustein“ zum Altar, um ihre Kirche aufzubauen. Damit machten sie deutlich, dass nur dadurch eine christliche Gemeinschaft mit Leben erfüllt wird.
Nach dem Gottesdienst zeigte sich auch das Wetter von einer freundlichen Seite und die Besucher ließen es sich nicht nehmen, das Mittagessenangebot anzunehmen und auf dem Dorfplatz die Gemeinschaft zu pflegen. Fleißige Helfer sorgten für ein vielfältiges, wie wohlschmeckendes kulinarisches Angebot.
Doch nicht nur der allgemeine Festbetrieb lud zum Verweilen ein, sondern auch das Geburtstagskind selbst. Und für alle, die etwas mehr über die Kirche und den Bau erfahren wollten, gab es zwei Kirchenführungen vom Vorsitzenden des Heimatvereins Wolfgang Weniger, die sehr guten Anklang fanden. Für die kleinen Festbesucher gab es eine Bastelecke hinter der Kirche, wo die Erzieherinnen des Kindergartens und Helfer der Kinderkirche mit den Kindern Tauben bastelten. Diese durften mitgenommen werden oder fanden in der Linde bei der Grotte gut befestigt, ein neues Zuhause.
Kinder auf Entdeckungstour
Ehrenamtskoordinatorin Sabina Heck-Kuhn nutze den Eingangsbereich der Kirche, über ihre Arbeit zu informieren. Kinder im Schulalter gingen in der katholischen Kirche auf Entdeckertour. Hier galt es die Orte und Stellen aus einem Bilderrätsel zu finden, um so das richtige Lösungswort zu finden.
Bis in die späten Nachmittagsstunden zeigten die vielen Besucher ihre Verbundenheit mit ihrer Seelsorgeeinheit und ließen das Pfarrfest zu einem großen Erfolg werden.